


Petershagen
Fehrmanns Hof
Dieses denkmalgeschützte Areal ist ein bedeutendes Zeugnis bäuerlichen Lebens und Bauens über fünf Jahrhunderte hinweg. Dank des Engagements des Eigentümers Friedrich Büsching wurde das Anwesen im Jahr 2007 offiziell unter Denkmalschutz gestellt.
Das Haupthaus: Ein bauhistorisches Juwel
Das Herzstück der Anlage ist ein niederdeutsches Fachwerkhallenhaus in Zweiständer-Bauweise. Im Inneren ist das Fachwerkgerüst aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert in großem Umfang erhalten. Der barockzeitliche Wohngiebel trägt die Inschrift von 1744. Charakteristisch für diese Zeit sind die geschweiften Fußbänder an der vorkragenden Kornbühne. Im Jahr 1914 wurden die Seitenschiffe verbreitert, um zusätzlichen Stallraum zu schaffen. Das ist ein Beleg für die stetige Anpassung an neue landwirtschaftliche Anforderungen.
Scheune und Außenanlagen
Die Scheune (ehem. Schafstall): Der Kernbau stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert erweitert. Sie dokumentiert die Entwicklung der Viehhaltung auf dem Hof. Der historische Brunnen sowie die markante Rotbuche vervollständigen das denkmalgeschützte Ensemble.
Wissenschaftliche und volkskundliche Bedeutung
Die Hofanlage gilt als eines der wichtigsten ländlichen Monumente der Region. Die erhaltenen Strukturen erlauben Rückschlüsse auf die Lebensverhältnisse der ländlichen Oberschicht im 18. Jahrhundert. Besonders die Kombination aus spätmittelalterlicher Substanz und barocken Ergänzungen verleiht dem Hof eine wissenschaftliche Bedeutung, die weit über die Grenzen von Petershagen hinausreicht.
