


Petershagen
Seelenfelder Dorphus
Erbaut wurde das Haus 1670 von Lüdecke Meyer. Das Haus wurde landwirtschaftlich und gewerblich genutzt. Im Jahre 1990 wurde von der Kulturgemeinschaft ein Antrag an die Stadt Petershagen Nutzungen gestellt, das alte Fachwerkhaus von Horst Strohmeier, Loccumer Str. 31 zu kaufen.
Im Rahmen der Dorferneuerung soll das Haus der Dorfgemeinschaft zur Verfügung stehen. Das Haus wurde von der L.E.G. als erhaltenswürdig bezeichnet. Das Haus wurde gekauft und von den Einwohnern in Eigenleistung umgebaut. Die Einwohner leisten 4373 freiwillige Arbeitsstunden spendeten Verpflegung während der Bauarbeiten, stellten Maschinen und Werkzeug zur Verfügung. Die Umbauzeit betrug 11 Monate, eingeweiht wurde das Haus am 30.04.1995. Zur Einweihung sang der Seemannschor „Leichte Brise" und die „Callunas" spielten. Das Haus steht örtlichen Vereinen offen.

Petershagen
Namensentstehung
Siedlungsform
Seelenfeld und Neuenknick sind Kolonien des Mittelalters. Sie sind planlos in das ehemalige Heide- und Waldgebiet hineingewachsen. Seelenfeld zeigt zum Teil Wegedorfformcharakter mit Weilerbildung an den Wegeabzweigungen.
Erklärung zu Weiler
Ein Weiler ist eine Wohnsiedlung, die aus wenigen Gebäuden besteht. Sie ist also kleiner als ein Dorf, aber größer als ein Gehöft. In Bayern, dem Saarland und Österreich wird eine noch kleinere Einheit als Einöde bezeichnet. Ein Weiler hat in der Regel keine geschlossene Bebauung und keine Gebäude, die eine zentrale Funktion haben wie eine Kirche oder Gasthaus (in Abgrenzung zum Dorf).
Namensentstehung Seelenfeld
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Seelenfeld am 16. September 1282. Die gesicherte Datierung stammt von einem Besitzverkauf (bona mea) des Heinrich, genannt Seelenfeld (Henricus dictus Solevelt), an das Kloster Loccum (claustro Lucken). Die Originalurkunde befindet sich im Klosterarchiv Loccum. Es gab in dieser Zeit noch einige Schenkungen und Verkäufe an das Kloster. In den Originalurkunden wurde das heutige Seelenfeld als „Solevelt“, „Solenvelde“, „Solvelde“, einmal auch bereits mit „Selevelde“ bezeichnet.
Deutung des Ortsnamen
Unter „Sole“ wurde ein Schlamm- oder Wasserloch, in dem sich Vieh und Wild wälzte verstanden. Mit „velt“ wurde ursprünglich eine unbewaldete Fläche gekennzeichnet. So ergibt sich für „Solevelt“ die Bedeutung: „unbewaldete Fläche an einem oder um ein schlammiges Wasserloch herum, in dem sich Wild, auch Vieh wälzte“. Vermutlich handelt es sich um die feuchte Niederung im heutigen Ortskern (Karkhoff).
